… und action!


Auch renten- und andere sozialpolitische Initiativen werden immer noch durch das Corona-Virus gebeutelt und ausgebremst. Veranstaltungen und Aktionen konnten nur mit großen Mühen, häufig aber auch gar nicht durchgeführt werden. Wir sind mit der Kampagne “Renten Wie In Österreich! Jetzt!” gestartet und hoffen auf weniger Einschränkungen.


Der Hammer: Renten wie in Österreich?

Diskussions-Veranstaltung des IG-Metall Arbeitskreis Soziales und Gerechtigkeit mit Ralf Stegner, Bundestags-Abgeordneter SPD, am 14.6.2022 in Elmshorn.

Zwei Männer stehen hinter einem Tisch und Stühlen, auf dem Tisch liegen Papiere, dahinter sind Tafeln an der Wand. Quer über dieses Bild ist ein weiteres eingefügt, auf dem ein großer Hammer ist mit Aufschrift auf dem Stiel: der Renten Hammer.
Kollege Nestmann (links) bedankt sich bei Herrn Stegner für die offenen Worte.
Der Renten Hammer wird zusammen mit einem Schreiben an alle Bundestags–Abgeordneten überreicht, um in Berlin das Thema gerechte Rente auf die Tagesordnung zu setzen.

#RentenWieInÖsterreichJetzt #Stegner #Rentenversicherung #Soziales #Gerechtigkeit

Ralf Stegner bedankte sich für die Einladung. Er bekundete die Wichtigkeit eines stabilen Rentenniveaus als wirksamstes Instrument gegen drohende Altersarmut. Eine private Rentenversicherung wird nicht befürwortet, denn diejenigen, die sich eine private Altersvorsorge leisten können, brauchen sie für die Sicherung ihres Lebensstandards im Alter nicht. Und alle die eine zusätzliche Absicherung bräuchten, können sich keine leisten. Durch eine gerechtere Steuerpolitik ließen sich auch Mehrausgaben für die Rente finanzieren und Altersarmut in einem großen Teil der Bevölkerung vermeiden. Aber auch durch das Einzahlen aller in einem Rentensystem, könne er sich eine gerechtere Rente vorstellen. Lösungen für eine zukunftsfähige Rente gibt es, er könne sich das Modell “Österreich” vorstellen. Gibt aber zu bedenken, dass hier ein Umdenken in allen Parteien benötigt wird.

Zu Anfang hatte der Kollege Nestmann vom IG-Metall Arbeitskreis Soziales und Gerechtigkeit zum Ausdruck gebracht, dass zwei Staaten mit gleicher Wirtschaftskraft zwei unterschiedliche Rentensysteme haben:

In Österreich sind die Renten zwischen 60 und 70 Prozent höher als in Deutschland. In Österreich gibt es Mindestrenten zwischen 1.170 und 1.560 Euro, in Deutschland Sozialhilfe von ca. 850 Euro, für wenige eine nur etwas höhere Grundrente. In Österreich gibt es ein Rentenversicherungssystem für alle, in Deutschland gibt es vier mit sehr unterschiedlichen Versorgungsansprüchen. In Österreich gibt es ein stabiles garantiertes Rentenniveau, in Deutschland gibt es ein garantiert sinkendes Rentenniveau. Es gibt keinen Grund, warum die Altenversorgung in Deutschland schlechter sein muss als in Österreich. Im Gegenteil: Das Sozialstaatsgebot im Grundgesetz beinhaltet selbstverständlich eine menschenwürdige Altersversorgung. Es wird höchste Zeit, eine lebensstandardsichernde und armutsfeste Altersversorgung für alle, insbesondere auch für Frauen, zu gewährleisten. Deshalb die Forderung nach Renten wie in Österreich! Jetzt!

Über 50 Prozent aller Rentenbezieher erhalten nicht einmal 900 € Rente im Monat. Da kann von einer „Alterssicherung“ nicht die Rede sein, wenn nach jahrzehntelanger Arbeit nur eine Rente unterhalb der Armutsgrenze übrig bleibt klagt Heinz Stehr. Damit alle Generationen langfristig sich auf eine gute Absicherung verlassen können, braucht es vor allem eine gerechte Rente und den Respekt vor der Lebensleistung. Deshalb wäre es gerecht, wenn alle Erwerbstätigen in eine Rentenkasse einzahlen. Damit könnte man die Rentenversicherung auf eine breitere Basis stellen, das Rentenniveau anheben und die Solidargemeinschaft stärken. Es geht um Gerechtigkeit und sozialen Frieden. Eine Erhöhung des Rentenalters ist nicht die Lösung, denn damit lässt sich auch bei jüngeren Beitragszahlern nicht Punkten, sagt Roland Straub.

Weitere Soziale Punkte und aktuelle Fragen waren Bestandteil der Diskussionsrunde.



Es geht gegen die Pläne der #Ampel-Sondierenden, die #Aktien-Rente so schnell wie möglich einzuführen und die Umlage-finanzierte #Rentenversicherung weiter zu schwächen. 10 Milliarden Euro sollen quasi sofort nach Regierungsantritt…

Der Nikolaus beschert die Casino-Rente

Aufruf zur Aktion vom Arbeitskreis Solidarität und Gerechtigkeit der IG-Metall Unterelbe an Jung und Alt in und um Elmshorn…

am 6. Dezember 2021, 15:00 bis 17:00 Uhr, Königstraße 34 vor Apollo Optik

… an die gesetzliche Rentenversicherung (DRV) überwiesen werden … wie soll das gehen – nichts genaues weiß man nicht. Das Versprechen im Koalitionspapier „Wir werden … die gesetzliche Rente stärken und das Mindestrentenniveau von 48 Prozent sichern” ist irreführend – wenn alles so bleibt sinken die netto-Renten. Und der nächste Skandal – noch vor der angekündigten Rentenerhöhung 2022 soll ein senkender Berechnungsfaktor wieder eingeführt werden, genannt #Nachholfaktor.

Es geht um die zentralen Reformforderungen:
• Auskömmliche Renten, die mindestens 75 Prozent der im Arbeitsleben erzielten Nettoeinkommen betragen • Armutsvermeidende Mindestrenten, die über der Armutsgefährdungsschwelle liegen • Eine Rentenversicherung, in die ohne Ausnahmen alle Erwerbstätigen nach gleichen Regeln einzahlen und Renten beziehen (Erwerbstätigenversicherung).


RentenZukunft Unterschriften-Aktion im September zur btw21 in Ottensen

07. September 2021

17.00 Uhr

Hamburg

Tagungshaus

Katholische Akdamie

Herrengraben 4

Es klingt wie ein Märchen: Die österreichischen Renten sind zwischen 50% bis 80% höher als in der Bundesrepublik Deutschland. Eine solide Mindestsicherung gegen Altersarmut ist eingebaut und es sind alle Erwerbstätigen im öffentlichen Pensionssystem versichert.

Das Schöne an dem Märchen: es ist Realität!

Kann das auf deutsche Verhältnisse übertragen werden? Wenn Ja, wie könnte eine entsprechende Rentenreform aussehen?

Kritiker*innen am österreichischen Modell bezweifeln deren Nachhaltigkeit. Sie setzen auf Privatvorsorge über Aktien- und Investmentfonds. Schweden wird dann häufig als Vorbild genannt.

Wir wollen uns von zwei ausgewiesenen Fachleuten die Stärken oder Schwächen der jeweiligen Systeme erklären lassen. Anschließend ist Raum für Nachfragen und Diskussion.

Der Referent / die Referentin:

Josef Wöss, bis vor kurzem Leiter der Abteilung Sozialpolitik in der Kammer für Arbeiter und Angestellte Wien, ist profunder Kenner des österreichischen und des deutschen Rentensystems – er war 2018/2019 für den Europäischen Gewerkschaftsbund Mitglied in der High Level Group of Experts on Pensions der EU.

Sandra Klug Abteilungsleiterin bei der Verbraucherzentrale Hamburg für den Bereich Geldanlage/Altersvorsorge/Versicherungen, erläutert das Konzept der „Extrarente“ der Verbraucherzentralen, dass viele Elemente der schwedischen Prämienrente beinhaltet.

Bericht von der Veranstaltung siehe auf der Seite “Aktuelles”


30. August 2021

16 Uhr

Elmshorn

Restaurant im Winkel Langenmoor 41

„Was unternehmen die Parteien gegen systematische Altersverarmung“
Der Arbeitskreis Senioren der IG Metall Unterelbe beschäftigt sich intensiv
mit den Themen „Rente“ und „Altersarmut“.
Die Armut alter Menschen und Rentner*innen nimmt sehr viel stärker zu,
als bei irgendeiner anderen Bevölkerungsschicht. Unser Ziel ist die
solidarische Weiterentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung,
eines der zentralen Errungenschaften des deutschen Sozialstaates.
Mit den Kandidaten zum Deutschen Bundestag wurde über den
„Neuaufbau einer solidarischen Alterssicherung für Jung, für Alt für Alle“
in einer Podiumsrunde diskutieren.

Das Pinneberger Tageblatt hat berichtet.


Auf Renten-Tour im Juli

Menschen stehen um einen großen roten Topf herum, einer deutet ein rühren an mit einer riesen Kelle. Text auf dem Topf: Ein Rententopf für alle. Armut bekämpfen.

Gemeinsam auf Renten-Tour RentenZukunft, Gewerkschaften und Die LINKE. Hier aus Husum das Bild aus dem Bericht der Husumer Nachrichten vom 24.7.

Im Hintergrund ein roter Transporter angeheftet eine  Fahne "ver.di aktiv", beschriftet mit IGM, Metall, davor eine drei Menschen die reden, einer trägt eine rote Weste, Kappe und hat Flugblätter in der Hand.

Ebenso gab es eine Kooperation in Preetz zum Markttag, IGM-Senior*innen verteilen ihre Forderungen zur Bundestag-Wahl. Ich als ver.di-Seniorin war mit RentenZukunft-Petition unterwegs.

Ebenfalls im Rententopf , “eine solidarische Mindestrente.” Im Würstchentopf : „keine Extrawürste – alle in eine Rentenversicherung!“ (Aufschrift auf dem 2.Topf.)

Ohne Bild: Auch in Flensburg wird gemeinsame Sache gemacht – leider war das Wetter dort nicht freundlich.

Überall wurden für unsere RentenZukunft-Petition weiter Unterschriften gesammelt.


zwei Bilder sind zusammengefügt: links steht eine Frau im Gespräch an einem Auto rechts ein Transparent

In Moormerland heißt es: Rente mit 68-70-72 … wer unsere Zukunft zerbricht, den wählen wir nicht! Acht Unterschriften und gute Gespräche waren das Ergebnis. Im Stadtteil-Kaffee “Klönsnack”  waren wir mit der Liste unterwegs bzw. hatten sie ausgelegt, hier haben 11 Kollegen unterzeichnet.


hier sind vier Fotos zusammengefügt auf denen Menschen mit Warnwesten und Fahrrädern zu sehen sind sowie ein Transparent mit der Aufschrift: wer Rentner quält wird nicht gewählt

Renten-Radeln in Elmshorn. Rechts oben in Startposition geht es vom Büro der IG-Metall zu den Parteienbüros zu Gesprächen über unsere Forderungen zur Rentenpolitik. Links oben beim Pressegespräch. Unten nach dem Gespräch bei den Grünen. Organisiert hatte das der IGM-Seniorenarbeitskreis.

(Bericht über die Gesprächsergebnisse folgt)

Foto aus den Elmshorner Nachrichten die am nächsten Tag von der Renten-Radel-Demo gegen Altersarmut berichtet.

Auf dem Transparent: Wer Rentner quält wird nicht gewählt!


Am 1. Mai dabei

hier in Elmshorn


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